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Eifelregio.net 11.06.2014 Klöster in der Eifel Wir stellen zwei der wichtigsten Klöster der Eifel vor: Himmerod und Steinfeld Klöster, Eifel, Himmerod, Steinfeld

Klöster

Kloster Himmerod

Klosterladen, Fischerei, Bäckerei sowie Gaststätte machen das Kloster heute zu einem florierenden Wirtschaftsbetrieb, den allerdings nur noch wenige Mönche bewirtschaften. Gut besucht sind die gelegentlich stattfindenden Orgelkonzerte. In die Abgeschiedenheit des Klosters ziehen sich u.a. katholische Jugendgruppen gern für Besinnungstage zurück. Gegründet wurde Himmerod 1134/1135 als erstes Kloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Fortan lebten die Mönche in der Einsamkeit der Eifelwälder nach dem Motto »Ora et labora«. Die von den Ordensregeln geforderte Schlichtheit beim Kirchenbau erschöpfte sich in Himmerod darin, dass das Gotteshaus turmlos blieb. Heute ergötzen sich Barockfans an der Westfront der Abteikirche (1751). Zu verdanken ist der opulente Westgiebel dem Architekten Christian Kretzschmar, der im Auftrag des Ordens den Neubau der Klosterkirche im damals zeitgemäßen Stil des Barock übernahm. Nach der Säkularisation blieb die Westfront erhalten und wurde im 19.Jh. als Ruine ein romantisches Sujet für Gemälde.

Himmerod 3, 54534 Großlittgen, Tel. 06575 9513-15, http://abtei-himmerod.de, Gästezimmer auf Anfrage

Kloster Steinfeld

Bis heute sind die markanten Doppeltürme von Kloster Steinfeld eine Landmarke in den Eifelbergen. 1126 übernahm der Prämonstratenserorden das um 1070 gegründete Kloster. Es wurde eines der mächtigsten und reichsten der Nordeifel. Zum Steinfelder Klosterbetrieb gehörten Bergwerke und riesige Ländereien. Nach der Säkularisation 1802 blieb die Basilika Pfarrkirche. 1923 übernahm der Orden der Salvatorianer die Regie und betrieb bis 2013 ein Internat hier. Im Innern der sehenswerten, 1142–1160 entstandenen Kirche, einer romanischen Pfeilerbasilika, erwartet Besucher der Prunk und Glanz zahlreicher Barockaltäre. Üppiges wird den Ohren geboten, wenn die berühmte König-Orgel (1727, Balthasar König aus Bad Münstereifel) bei einem Konzert zum Einsatz kommt. Der Blick in die Gewölbe überrascht: Sie sind mit stilisierten Blüten und Ranken bemalt, ein spätgotisches Werk des Künstlers Hubert von Aachen. Die Kalkmalereien in den Gurtbögen, ebenfalls um 1515 entstanden, zeigen Bibelszenen wie die der fünf klugen und der fünf törichten Jungfrauen – bei der Figurendarstellung stand bereits die italienische Renaissance Pate.

Hermann-Josef-Str. 4, Kall-Steinfeld, 1,5 km v. Urft, www.kloster-steinfeld.de, Kirche meist tagsüber geöffnet

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